Dank der Klage einer jungen Erwachsenen, die in Vollzeitpflege untergebracht ist, gibt es seit März 2015 ein Urteil, das für große Hoffnungen bei jugendlichen Pflegekindern sorgt!
Bislang wurden von den Einkünften der Pflegekinder 75% ihres Ausbildungsgehaltes als Teil der Kosten für ihre Hilfe zur Erziehung herangezogen ( http://dejure.org/gesetze/SGB_VIII/93.html ).
Seit dem Urteil gilt:
Es kann ein geringerer Kostenbeitrag erhoben oder gänzlich von der Erhebung des Kostenbeitrags abgesehen werden, wenn das Einkommen aus einer Tätigkeit stammt, die dem Zweck der Leistung dient. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um eine Tätigkeit im sozialen oder kulturellen Bereich handelt, bei der nicht die Erwerbstätigkeit, sondern das soziale oder kulturelle Engagement im Vordergrund stehen.“
Dies bedeutet: " .....wenn man eine Ausbildung absolviert und dies in der Hilfeplanung vorgesehen ist, dann ist der Zweck dadurch erfüllt. Allerdings muss ein Antrag beim Jugendamt gestellt werden. Das Jugendamt muss dann in pflichtgemäßem Ermessen entscheiden (ggf. Widerspruch einlegen!)."

Urteil