Die neue Fachreferentin im Bundesverband, Frau Carmen Thiele stellt sich vor
Ich bin 1962 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geboren. Seit über 2 Jahrzehnten lebe ich in Berlin. Ich bin verheiratet und in unserem Haushalt sind 2 Pflegekinder groß geworden. Die Jüngere ist fast 18 und unsere Großer fast 20. Aufgenommen haben wir die Kinder 1990 mit der Zielstellung Adoption – dann kam alles aber ganz anders. Aus den „Adoptivkindern“ wurden Pflegekinder und sind als Dauerpflegekinder unsere Kinder geworden und wir ihre Eltern. Gegenwärtig lebt ein 6–jähriges Mädchen wieder in unserem Haushalt.
Zusätzlich zu meinen Abschluss als Diplomphilosophin habe ich in den neunziger Jahren noch Sozialarbeit/Sozialpädagogik studiert. Gegenwärtig arbeite ich an meiner Promotion, die auch im Pflegekinderbereich angesiedelt ist.
Meine Erlebnissen und Erfahrungen als Pflegemutter inspirierten mich, mich mit dem Hilfesystem Vollzeitpflege auch aus einer wissenschaftlichen Perspektive zu beschäftigen. So entstand das Forschungsexposé „Gelingende Hilfen in Pflegefamilien – ein Beitrag zur Qualitätsdiskussion im Hilfesystem Vollzeitpflege“. Wie auch schon der Titel verrät, beziehe ich mich in meiner Forschungsarbeit auch auf die aktuelle Qualitätsdiskussion, die in den Hilfen zur Erziehung, speziell im Pflegekinderwesen geführt wird. Da das Leben bunt und vielgestaltig ist, habe ich nicht mit einem standardisierten Erhebungsinstrument gearbeitet, sondern mir von Pflegeeltern erzählen lassen, wie sie sich und ihre Wirklichkeit sehen. So habe ich 14 sehr spannende Interviews mit Pflegeeltern, die von ihrem betreuenden Pflegekinderdienst als erfolgreiche Pflegeeltern empfohlen worden. Erste Zwischenergebnisse aus meinem Forschungsprojekt habe ich in Fachzeitschriften veröffentlicht. (TUP 2004/02 und Pflegekinderheft 01/2005).
Ehrenamtlich engagiere ich mich im Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern (Berlin).
